Babyphone gehackt: Risiken und Vorsichtsmassnahmen

Ein gehacktes Babyphone ist ein Thema, das zu Recht beunruhigt: Eine Kamera im Kinderzimmer ist ein sensibles Gerät. Das Risiko stellt sich vor allem bei Modellen, die mit dem Internet verbunden sind, und es lässt sich mit wenigen einfachen Vorsichtsmassnahmen verringern. Diese Seite erklärt den Unterschied zwischen einem WLAN-Modell und einer Direktverbindung, ohne etwas zu versprechen.
Warum ein WLAN-Modell stärker ausgesetzt ist
Ein WLAN-Babyphone schickt sein Bild durch Ihr Netz, oft auch über einen Online-Dienst für die App. Damit entsteht ein Zugangspunkt: ein Konto, ein Passwort, eine App, manchmal ein Cloud-Speicher. Jedes dieser Elemente kann schlecht geschützt sein. Die Modelle der WLAN-Reihe von Boifun geben einen Cloud-Speicher und eine App an (siehe die Seite Boifun 2K Babyphone): Das sind vom Verkäufer angegebene Funktionen, deren Sicherheit wir nicht beurteilt haben.
Das heisst nicht, dass eine Marke oder ein Modell gefährlich wäre. Es heisst, dass ein vernetztes Gerät ein Mindestmass an digitaler Hygiene verlangt.
Was eine Direktverbindung ohne WLAN ändert
Eine Direktverbindung verbindet die Kamera per Funk mit ihrem Bildschirm, ohne Netzwerk und ohne App. Der Verkäufer des Boifun VB616 beschreibt eine private FHSS-Verbindung im 2,4-GHz-Band, „ohne WLAN, ohne App, ohne Abo“. Da sie nicht mit dem Internet verbunden ist, lässt sie sich auf diesem Weg nicht aus der Ferne erreichen, und es gibt weder Konto noch Passwort, das gestohlen werden könnte.
Unverwundbar wird das Gerät dadurch nicht: Eine Funkverbindung bleibt eine Funkverbindung, und wir haben keine Sicherheitsprüfung vorgenommen. Der Gewinn liegt woanders: eine deutlich kleinere Angriffsfläche. Welche Modelle betroffen sind, zeigt die Seite Boifun Babyphone ohne WLAN.
Vorsichtsmassnahmen bei einem WLAN-Modell
- Ändern Sie das Standardpasswort der Kamera oder der App und wählen Sie ein langes, einmaliges, das Sie nirgends sonst verwenden.
- Aktualisieren Sie die App und, falls der Hersteller sie anbietet, die Software der Kamera.
- Schützen Sie Ihren Router: ein starkes Netzwerkpasswort, keine Werkseinstellung.
- Schalten Sie den Fernzugriff ab, wenn Sie nie von aussen schauen.
- Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, wenn die App sie anbietet.
- Bedenken Sie die Speicherung: Ein auf SD-Karte oder in einer Cloud gespeichertes Bild existiert auch dann, wenn Sie es nicht ansehen.
Diese Hinweise sind allgemein. Sie ersetzen nicht die Anleitung des Herstellers, deren Sicherheitsdetails wir nicht erfasst haben.
Wie Sie je nach Risikobereitschaft wählen
Wenn der Blick aufs Smartphone nicht wesentlich ist, reduziert eine Direktverbindung das Thema auf fast nichts. Wenn er Ihnen wichtig ist, bleibt ein gut eingerichtetes WLAN-Modell eine gängige Wahl. Der Ratgeber Babyphone mit oder ohne WLAN hilft beim Abwägen, und die Seite Babyphone Strahlung behandelt ein eigenes Thema, die Funkaussendung.
Nichts ist garantiert
Kein Babyphone, mit oder ohne WLAN, lässt sich als unhackbar darstellen. Und ein Babyphone ersetzt nicht die Anwesenheit eines Erwachsenen.
Häufige Fragen
Können Babyphones gehackt werden?
Jedes Gerät, das mit dem Internet verbunden ist, kann ins Visier geraten: schwaches oder mehrfach verwendetes Passwort, nicht aktualisierte App, schlecht geschütztes Netz. Das Risiko ist weder sicher noch ausgeschlossen, und es hängt vor allem von den getroffenen Vorsichtsmassnahmen ab.
Ist ein Babyphone ohne WLAN nicht hackbar?
Nein, nichts ist unverwundbar. Eine Direktverbindung hängt nicht am Internet: Man kommt auf diesem Weg nicht aus der Ferne heran. Sie bleibt eine Funkverbindung, hat aber keine App und kein Konto, die man schützen müsste.
Wurden Boifun Babyphones gehackt?
Dazu liegen uns keine Angaben vor, und wir haben die Sicherheit der Boifun Modelle nicht beurteilt. Wer ein WLAN-Modell nutzt, sollte die Vorsichtsmassnahmen dieser Seite anwenden; bei einer Direktverbindung entfällt das Konto, das man schützen müsste.
Welche Vorsichtsmassnahmen gelten für ein WLAN-Modell?
Jedes Standardpasswort ändern und ein einmaliges, langes wählen, App und Netz aktualisieren und den Fernzugriff abschalten, wenn Sie ihn nicht nutzen. Bietet die App eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, aktivieren Sie sie.


